Die Bergwelt ist im Wandel. Der urbane Mensch entdeckt die regeneriernden und vitalisierenden Seiten der Alpen. Die Architektur setzt auf Modernität und regionalen Charme statt Alpenkitsch und rustikale Schnörkeleinen… In dieser Höhenlage vergisst man die alltäglichen Zwänge sowie den dominierenden Termin- und Leistungsdruck des modernen Lebens. Endlich loslassen und unbeschwert Träumen: die Sorgen und Ängste bleiben unten im Tal. In den Alpen tankt man neue Energien und geniesst ein ungeahntes Gefühl von Freiheit und unendlicher Weite. Eine Auszeit im Alltag des von Stress und gedrängtem Zeitplan geplagten Grossstadtmenschen. 'Back to the Roots', lautet das Leitmotiv dieser alpinen Bewegung und führt in diesem Kontext auf direktem Weg in die Natur. Was die Regeneration betrifft, sind die Alpen das ideale und unweite Refugium für umweltbewusste und urbane Menschen. Hier kann man abschalten, fernab von jedem modernen Störfaktor. Die neuen Konstruktionen in dieser Umgebung entsprechen den modernen Anforderungen dieser Umgebung. Hauptinspiration ist die lokale Fauna und Flora, die Kraft der Bergwelt, der Wind, die Erholsamkeit und die Ruhe. Die Natur ist Teil der Architektur: so verwandeln sich die kleinen Bergfenster in grosszügige Glasfronten mit atemberaubenden Panorama-Blick. Der Gast wird Zuschauer des allgegenwärtigen Natur-Spektakels sowie der ungewohnten Lichteffekte in den Innenräumen. Diese inspirierte Architektur rehabilitiert die Regionalität mit seiner Naturverbundenheit, seinen Farben und Strukturen. Alpen und Felsen sind ideale und organische Baumaterialien: daraus entstehen Schieferdächer sowie Bodenverkleidungen aus Stein oder aus Simplon-Granit. Das Gebäude soll sich in die Umgebung einfügen, seine Strukturen mit der Natur verschmelzen. In den Spas, fliesst endlos das frische Quell- und Gletscherwasser. Ultimatives Symbol für Regeneration und ganzheitliche Harmonie von Körper und Geist. Die Erde ist kulinarische Evokation als Spa-Menü und gleichzeitig geknetete Basis für Pflegetexturen und Treatment s mit klingenen Namen. Das Holz ist in allen Variationen dekliniert: als Balkenwerk, an den Fassaden und als Möbel. Der Architekt der sich auf neuen Spuren in dieser kontrastreichen Umgebung bewegt, wird mit den Traditionen und der Vergangenheit konfrontiert. Die altbekannten Verfahren und Bräuche bergen eine Dosis ländliche Poesie. So werden fast vergessene Gravuren von lokalen Kunsthandwerkern liebevoll restauriert und die typischen Glasarbeiten aus dem Engstligental neu entdeckt. Diese neue Sensibilität für bäuerliche Handwerkskunst, verhalf auch Schiebetüren der Schafstallungen von Evolène, den Walliser Stadel oder der Berghütten in den Regionen von Mégève oder Chamonix zu neuem Leben. Sogar die alten Gebäude oder Ruinen werden sorgfältig demontiert um das authentische Baumaterial wieder zu verwenden. Die Designer spielen mit diesem 'Mountain Spirit': eine durchbrochenen Wand sorgt für einen interessanten Licht- und Schattenkontrast oder die Hommage an die Natur mit einer stilisierten Waldlichtung aus Baumstämmen. Birkenund Tannenstämme sind kreativ in allen Variationen geschnitten und in zeitgenössische Objekte verwandelt. Diese organische Dekoration prägt das naturverbundene und gleichzeitig resolut moderne Ambiente. Die Textilien, wie die edlen Stoffe auf Möbeln oder als Wandbekleidungen, haben eine tragende Rolle im Innenbereich. Natürliche Materialien wie Stein und Holz harmonieren mit den üppigen Stoffen und sorgen für Komfort. Das zeitgenössische Design sorgt für die modernen Akzente in dieser Bergwelt. Die lokalen Produkte stehen auch in der Küche im Vordergrund. Die authentischen Rezepte zelebrieren die frischen und qualitativen Produkte der Region: frische Champignons, essbare Blumen, Süssholz und Waldbeeren, Simmentaler- oder Eringer Rind...